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Sonntag, 5. September 2010

Wanderung bei Elm

Wir wollten uns mal das Martinshorn und die Glarner Hauptverschiebung anschauen bei einer Wanderung bei Elm. Wir suchten uns die Wanderung über den Firstboden heraus, die bergab über die Tschinglenschlucht führen sollte. Aber heute war nicht unser Tag. Schon beim Parkplatz der Tschlinglenbahn hatten wir keine Lust auf Höhenmeter und wählten die Fahrt mit der Bergbahn um zur Tschinglenalp/Nideren zu gelangen. Ich hätte mir alles viel grösser vorgestellt, die Bergbahn besteht aus 2 Kabinen, die abwechselnd nach oben und unten fahren. Die Fahrzeiten stimmten diesmal nicht (1x pro Stunde), sondern sie waren dauernd in Betrieb. Oben auf 1480m tranken wir kurz etwas auf der hübschen Tschinglenalp und stiegen dann auf Richtung Firstboden (1744m), von wo man eine tolle Aussicht auf Spitzmeilen, Martinsloch und Glarner Hauptüberschiebung hat. Von dort sollte es dann bergab gehen zurück nach Elm. Erste Fragezeichen kamen uns auf, als sich der Weg abzweigte (wahrscheinlich 2x Elm, aber nur einmal per Wegweiser gekennzeichnet). Weiter bergab gelangten wir an einige Stellen, die mit (rostigen) Drahtseilen gesichert wurden. Es war ziemlich rutschig auf dem nassen Weg, aber so richtig brauchten wir sie trotzdem nicht. Allerdings kamen wir bald an eine Stelle, wo man eine Schlucht quert. Der Weg hört kurz auf und man muss ein Stückchen Fels queren - wir haben nur Baumwurzeln zum Festhalten gesehen... Mmh, da hätten wir gern ein Drahtseil gehabt... Auch im Zuge des schwarzen Hikr-Logos entschieden wir uns hier den Rückzug anzutreten und gingen wieder bergauf zum Firstboden und Bergstation Tschinglenalp. Nochmal auf dem Schluchtweg Richtung Elm zu gehen, da hatten wir keine Lust mehr und liessen uns wieder runtergondeln...

Elmumgebung / Nicht Spitzmeilen / Teil
Martinsloch

Sonntag, 1. August 2010

Action auf dem Spitzmeilen (2501m)

Wir planten zunächt die Wanderung zur Spitzmeilenhütte (2087m) mit optionalen Aufstieg zum Spitzmeilen (2501m). Wir fuhren mit der ersten Gondel auf den Maschgenkamm und liefen zunächst bis Zigerfurgglen, von dort über den Höhenweg zur Spitzmeilenhütte (2.5h; T2). Die Spitzmeilenhütte ist eine der neueren und moderneren Hütten. Nach einem tollen Mandarinenkuchen unterhielten wir uns mit einigen Spitzmeilenberggängern über die "Verhältnisse" und liefen recht optimistisch weiter Richtung Spitzmeilen. Wir kamen immer näher an den eindrücklichen Berg bzw. dessen Gipfelaufbau. Auf der Rückseite konnten wir dann schon bald die Einstiegsstelle ausmachen. Wir beobachteten kurz das Treiben an der fast senkrechten Wand und starteten. Ich kehrte aber bald um und wartete einen Moment, versuchte es dann aber doch nochmal, diesmal ohne Rucksack. Das erste Stück mit der Eisenkette ist das schwierigste, man muss ziemlich hoch steigen und Tritte suchen. Die restlichen 30m geht es mit Hilfe von Fixseilen über Felsstufen weiter. Ggf. könnte man sich hier mit einem Y-Klettersteigseil/Karabiner "sichern". Aber schon bald hat man das Gipfelbuch erreicht, die restlichen Meter zum ausgesetzten Gipfel mit Gipfelkreuz schenkte ich mir, war schon genug Adrenalin. Dann hiess es auch schon bald wieder runtergehen bzw. rutschen oder was auch immer... Irgendwie sind wir dann doch unten angekommen. Man sollte auch auf Steinschlag achten, es kamen ein paar Steine runter. Sicherlich wäre es gut, darauf zu achten, dass niemand über einem läuft (das regelten wir mit Rufen und kameradschaftlichen Warten). Insgesamt würde ich die Passage mit T5 und II bewerten.
Ein wenig aufgeputscht ging es dann weiter Richtung Wissmeilen, der schnell erreicht ist und einen tollen Rundblick bietet. Bergab liefen wir dann den Wissmeilenpass, den ich mit T4 bewerte, auch hier braucht man stellenweise die Hände zum stützen. Warum dieser weiss-rot gekennzeichnet ist, ist mir ein Rätsel. Bald macht der Weg einen Rechtsknick und wir liefen bergab in Richtung SAC-Hütte Spitzmeilen, aber linkerhand des Madseelis. Hier war auch nochmal ein wenig Acht-geben auf dem Weg angesagt (T3), bis es dann auf einem normalen Weg weiterging bis zur Alp Fursch. Von dort geht es dann oberhalb der Alp Panüöl leicht bergauf zur Maschgenkamm-Bergstation (T1/T2), wo wir pünktlich (fast) die letzte Gondel ins Tal nahmen.

Insgesamt war es eine tolle Tour mit 1000 Höhenmetern bergauf und bergab, schönes Wetter, abwechslungsreich (T1-T5) und eine gute Herausforderung.
Unser Trainingsgebiet heute Spitzmeilen und Wissmilen / Spitzmeilen / Spitzmeilenhütte
Leckerer Kuchen in der Hütte / Blick Richtung Graubünden / Glärnisch
Alpen / Tödi / Churfirsten

Sonntag, 21. Februar 2010

Silberen

Ich habe mich einer immer grösser werdenden Gruppe angeschlossen, um am Sonntag eine Schneeschuhtour auf den Silberen (2319m) mit einer Bergschule zu unternehmen. Insgesamt waren es dann 29 Leute aufgeteilt auf 3 Bergführer. Wir teilten die Autos auf und fuhren entlang des Klöntaler Sees bis nach Hinter Richisau (1130m). Von dort liefen wir die Passstrasse und Wanderweg Richtung Pragelpass. Ca. 1 Stunde nach Beginn bogen wir linkerhand ab und liefen teilweise recht steil durch den Wald (hier sind die einzigen Stellen WT3). Kurz später lichten sich die Bäume und man läuft immer sanft aufsteigend Richtung Gipfel. Für die ca. 1200 Höhenmeter benötigten wir 4 Stunden, inkl. Pause. Oben bliess ein ziemlich frischer Wind, zum Glück hatte ich mir noch kurz vor der Tour eine Unterziehhose gekauft... Wir genossen zunächst das fantastische Panorama über Glärnisch, Bös Fulen, Tödi und Pilatus bei 1a Fernsicht - sogar bis nach Zürich konnten wir blicken. Unterhalb des Gipfelkreuzes im Windschatten machten wir eine kurze Pause, bevor es hiess abzusteigen. Dies geschah mehr oder wenig kontrolliert bzw. mal senkrecht auf Schneeschuhen, mal rollend bzw. sitzend. Kurz nach 4 Uhr erreichten wir wieder den Parkplatz, womit eine schöne, aber anstrengende Tour zu Ende ging. Fotos sind wiederum mit meiner Handy-Kamera aufgenommen worden.


Bergkette am Pragelpass / Berge werden sichtbar im Aufstieg
Schnee / Wir kommen immer höher, im Hintergrund Pilatus
Glärnisch / Druesberg

Samstag, 3. Oktober 2009

Leglerhütte

Endlich, nach fast 2-monatiger Wanderzwangspause, stand die erste Wandertour wieder an. Wir wählten keine zu anstrengende Tour, es ging zur Leglerhütte (2273m). Wir fuhren zunächst ab Chies mit der Seilbahn nach Mettmen (1600m), von dort ging es zunächst entlang des Garichti-Stausees immer bergauf über Ober Staffel, Chärpfstäfeli und Sunnenbergfurggele. Wir brauchten wie per Wegweiser ausgeschrieben insgesamt 2.25h. Der Weg ist nicht sonderlich schwierig und geht konstant bergauf, nie richtig steil. Vor der Hütte auf der kleinen Erhebung hatten wir eine tolle Aussicht auf Glärnisch, Tödi und Clariden. Nach einer kurzen Stärkung starteten wir den Rückweg über Ratzmatt, Chamm, Matzlenfurggeli und schliesslich dem Stausee. Der Weg hat es teilweise in sich gehabt. Anfangs wurden wir mit einer guten bergab Steileinlage belohnt, später noch mit 200 Höhenmeter Gegenanstieg und zum Schluss kurz vor dem Stausee hiess es noch einmal Zähne zusammenbeissen, da der Weg sehr rutschig war (liegt im Schatten). Wir benötigen hierfür inkl. Pausen auch noch einmal 2.5h. Während fast der ganzen Wanderung hat man das Glärnisch Massiv vor Augen. Leider haben wir keine Tiere gesehen, nur Murmeltiere gehört. Aber es war eine ganz tolle Wanderung mit einer prima Gruppe. und ein super Wiedereinstieg für mich.


Stausee Garichti mit Glärnisch / Tödi mit Clariden
Leglerhütte (2273m) / Nochmal Glärnisch
Bergwelt Glarus / Glärnisch im Abstieg


Samstag, 16. Mai 2009

Vom Hirzli über den Planggenstock zum Stockberg

Start war um 8h30 in Bilten. Wir liefen zunächst einen kleinen überwucherten und steilen Bachweg, der dann auf einen normalen Bergweg mündete zum Hirzli. Auf dem Weg sahen wir 6 Alpensalamander und ein paar Weinbergschnecken. Zu der Zeit hüllten sich die Berge noch im letzten Nebel, weiter im Tal scheinte schon die Sonne. Der Boden war noch nass, man musste ein wenig aufpassen, wo man hintritt. Auf dem Hirzli genossen wir die stimmungsvolle Aussicht auf den Mix Wolken, Berge und Linthtalblick. Auf dem Hirzli begegneten wir dann den einzigen 2 Wanderern auf der gesamten Tour. Nach einer kurzen Rast und Eintrag ins Gipfelbuch liefen wir weiter den Grat in Richtung Planggenstock. Der Grat selbst ist teilweise ein wenig exponiert (Hinweis auf dem Wegweiser: "Nur für schwindelfreie Wanderer"), erfordert hier und da ein wenig die Hände zum Vorwärtskommen und ist teilweise durch Ketten gesichert. Danach ging es weiter über das Lauihöchi und den Trosenwald zum Stockberg. Der nun zunehmend wilde Weg zieht sich ganz schön in die Länge und lange erahnt man den Stockberg nur von weitem. Dann endlich auf dem Stockberg angelangt hatten wir eine tolle Aussicht auf Zürichsee und Zürcher Oberland und das Tal. Unten sahen wir auch schon unser Endziel Siebnen, das jedoch laut Wegweiser noch immerhin 2 Stunden entfernt war. Hier war auch ein wenig Wegweiserwirrwarr angesagt, der Wegweiser zeigte in eine andere Richtung als der Weg wirklich ging. Es folgte ein langer und steiler Abstieg durch Buchenwälder. Auf diesem Weg war nochmal Vorsicht angesagt, durch das Laub auf den Weg konnte man weder rutschig nasse Stellen noch Baumwurzeln oder Steine ausmachen. Später liefen wir die sichere Teerstrasse zurück nach Siebnen. Leider war der Bahnhof nicht in der Nähe, so dass wir last but not least noch 20 Minuten zur Station laufen mussten.
Alles in allem war es eine stimmungsvolle, ausdauernde und einsame Tour, bei der Kondition und gutes Schuhwerk gefragt ist. Insgesamt waren wir 9h45 unterwegs, 8h30 pures Wandern.




Bergenzian / Gipfelkreuz des Hirzli
Blick auf den Muertschenstock vom Hirzli / Planggenstock
Blick vom Planggenstock auf das Hirzli und Walensee / Ebene mit Tiefblick
Auf dem Weg zum Stockberg / Obersee und das Ziel Siebnen

Samstag, 19. Juli 2008

Braunwald

Diesmal ging es in zum ersten Mal in den Kanton Glarus, genauer gesagt nach Braunwald. Dieses Dörfchen ist autofrei und liegt auf 1256m. Man erreicht es von Linthal (645m) mit der Braunwaldbahn vor der Tödi- und Ortstock-Kulisse. Von dort sind wir weiter zum Grotzenbüel (1559m) gelaufen, welche als Mittelstation dient. Von Grotzenbüel sind wir zu einer dreistündigen Panorama-Wanderung gestartet, die zur schönsten im Glarus zählt. Der Weg führt zum Kneugrat bzw. Seblengrat (1900m), von wo man einen grandiosen Blick auf Tödi (3614m, höchster Berg von Glarus) und den Ortstock (2717m, Hausberg) und auf der anderen Seite Höchturm, Eggstöcke, Bös Fulen und dem Gärnisch hat. Weiter ging es gerade aus über dem Gumen, wo man Murmeltiere und schöne Blumen sehen kann, bis zum Ortstockhaus wieder zurück zum Grotzenbüel. Daraufhin sind wir noch die letzten knapp 1000hm bis zum Linthal Talstation bergab gelaufen. Diese Wanderung war wirklich sehr abwechslungsreich und bietet eine prima Aussicht. Im Prospekt ist die Panorama-Wanderung ausgeschrieben, aber bei den Wegweisern muss man sich an den Zwischenstationen halten bzw. orientieren.




Tödi mit Fridolinsgletscher / Ortstock
Glärnisch / Eggstöcke
Eggstöcke / Kirche in Braunwald


Linkliste:

Braunwald
Panorama-Wanderung Braunwald